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Aus meinem Archiv habe ich diese Arbeit herausgesucht, eine Staumauer. Kein anderes Motiv iin diesem gestreckten Format kann ich vorweisen, das nicht schon bei der Aufnahme als nachträglich zusammengesetztes Panoramabild, Stichwort: Stitching, geplant wurde. Hier nun handelt es sich um eine einzelne Aufname, die als typischer Schnappschuss be ähnlichen Motiven bekannt sein wird. Das Licht war ansprechend, der Himel nicht durchgängig und nur langweilig blau. Eine stärkere Wolkenbildung hätte den Eindruck eines weiten Himmels zerstört, auch war ein weitwinkliges Objektiv zur Hand mit einem Bildwinkel von 84o. Die Gegenständlichkeit des Motivs kontrastiert mit der flächigen Aufteilung. Doch erst im unteren Bild wird die Staumauer herausgestellt, schon weil die vorherrschende Farbigkeit von Himmel und Wasser durch den hellen Beton zerteilt wird. Das Licht machte mir Sorgen wegen des Kontrastes. Die bildmittige Betonmauer war mein angemessener Grauwert, den ich schließlich heller belichtete, als angegeben (2/3 Blende). Dabei hatte ich die hellsten Bereiche der Staumauer im Blick und erwartete, dass diese nicht überbelichtet werden. (Die abgebildeten Webbilder geben die originale Belichtung nicht wirklich wieder. Das geht am Bildschirm , im Internet, nun mal nicht wirklich gut.) Das Panoromabild ist nichts anderes als ein Ausschnitt, der sich schon deshalb anbietet, weil das Motiv so zum bildgestaltenden Objekt wird. Wie man am urspünglichen Ausschnitt sieht, legte ich bereits bei der Aufnahme einen besonderen Wert darauf keine sichtbare perspektivische Verzerrung durch eine nach oben gerichtete Kamera zu erzeugen. Bei der Aufnahme hatte ich vor Augen, dass das vorgegebene Format des Bildsensors (4:3) dem Motiv nicht gerecht wird. Ich "sah" eine horizontale Dreiteilung als die einzige zufriedenstellende, gestalterische Lösung. Dabei dramatisierte ich nachträglich den Bildaufbau mit der Wahl einer Aufteilung, die sich nicht ganz exakt an die Proportionslehre hält, etwas, was bei vielen interesanten Bildern sich wiederfinden lässt. (In der Gestaltung sind Regeln niemals wortwörtlich zu nehmen, sondern eher eine Entscheidungshilfe, um schneller zu erkennen, welche gestalterische Aufgabe grundsätzlich zu lösen ist. Regeln dienen der Orientierung. Sie sind eine Maßgabe, ohne ein Maßstab für Gut oder Schlecht zu sein.) Es gibt keinen grundsätzlichen Grund, weshalb ein Bild das Seitenverhältnis eines Bildsensors oder eines Papierformates haben muss. Es sind fast ausschließlich praktische Gründe, die als Voragben eines Fomrtes dienen. zum Beispiel des Seitenverhältnis von 5:4 für den Zeitschftendruck. Die Farbigkeit des unteren Bildes weicht von der Vorgabe ab. Es ist bei solchen Motiven eher eine Geschmackssache und eine der angestrebten Bildanmutung, als eine Suche nach einem real existesten Farbton, den es urspünglich bei der Aufnahme zwar gab, aber über den Tag sich sowieso fortwährend verändert. Das schöne an diesem Motiv ist: Weder wissen die Betrachtenden was in einem solchen Bild nicht gezeigt wird, noch haben sie eine Vorstellung von den realen Farben. Die gestalterische Freiheit ließe viele Verfremdungen zu, zum Beispiel ein schwarz-weißes Bild. Wer seine Fotos für einen papiernen Ausdruck einem Dienstleister anvertraut: Es ist besser einen weißen Rand oben und unten zu lassen, als dieses Motiv in ein falsches Format zu setzen, um das Papierformat auszufüllen Ein letztes Gestaltungsmittel ist die Wahl des Randes. Man sehe sich die Bilder vergrößert an: Oben gibt es zusätzlich zum weißen Rand eine feine schwarze Linie, die das Bild begrenzt. Unten wurde auf diese Linie verzichtet. Im allgemeinen empfinde ich die feine Umrandung für die papierne Präsentation für angemessener. |
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