Eigentlich mag ich es gar nicht die Perspektive so stark zu korriegieren, fars senkrechte Linien aufzurichten, da fast bei allen Motiven der bildliche Eindruck entsteht das einem die Front eines Gebäudes entgegen fällt..

Genau diesen Eindruck habe ich beium Betrachten dieses Bildes.

Doch anders geht es nicht, wenn die Perspektive korrogiert werden sollte. Nun, da ich recht habe am Motov stand und die Kamera noch einen größeren Winker nach oben gerichtet hielt, die stürzenden Linien -was sich wohl alle vorstellen können, im Bild das überhängende Dach als entfernte, kleinere Fläche seine Wikung verloren hätte, wie auch der Schriftzug eigenartig verzerrt wirtken würde, kam ich nicht umhin eine bildliche Lösung zu finden, die die widersprüchlich wirkenden Winkel zweier in der Tiefe sichtbare Fassaden in einem Bild aks Kompromiss vereinten.

Mit der Grafik habe ich das Problem verdeutlicht. In den zwei Dimensionen eines Bildes entsteht der Eindruck das die hinten sichtbare urspüngliche Fassade der ehemaligen Lockhalle nach hinten kippt, sofern ich den gewohnten Weg meiner Nachbearbeitung nicht verlasse, die Linien der Glasfassade wie üblich korrigiere. Hier nun habe ich die Perspektive überkorrigiert. - Für meinen Geschmack ist es eine grenzwertig starke Wirkung. Andere Leute stellen grundsätzlich jede Senkrechte eines Gebäude vollständig auf, was ich persönlich entsetztlich finde. Nun ja, nicht nur in der Photographie gibt es für alles eine Ausnahme, wie in diesem Bild, das mir keine Wahl ließ. An den Bildrändern wird sichtbar, das ich selbst hier die Senkrechten nicht zur Gänze korrigierte, obwohl schon jetzt die Linien scheinbar nach oben auseinander zu streben scheinen. Beim Vergleich mit den Bildrändern wird sichtbar das ich keineswegs eine vollständige "Korrektur" der natürlichen Perspektive anstrebte.

Da bei diesem Motiv die Tiefenwirkung, also der Blick durch die Glasflächen auf die steinerne Wand, die Wirkung einer imposanten Tiefe den eigentliche und charakteristische Eindruck des Foyes darstellt, konzentrierte ich meine nachträgliche korrigierenden Maßnahmen auf die Erhaltung der räumliche Tiefe ohne das beim Betrachten des Bildes der Blick ins Innere gestört wird. Jener nach oben scheinbar auseinanderstrebende Linienfächer, hervorgerufen durch die schmalen Säulen, fällt erst auf den zweiten Blick auf.

Nun, ich hätte leicht eine Aufnahmeposition einnehmen können, die die räumliche Wirkung nicht dermaßen betont, und es wäre ebenso eine interessante Aufnahme entstanden, noch dazu ich links vom Eingang stehend die Mitte des Gebaudes vermied, um weit in die hinter den Fassaden liegende Halle mit ihren Lichtern blicken zu können - wie leicht zu erkenne ist. Damit die sekkrechten Linien nicht bildbetonend sind, der Blick nach drinnen nicht gestörrt wird, verzichte ich darauf die Eckpfeiler in Bild zu zeigen. Aus den inneren Linien, die beim Betrachten des Bildes hin zu den Foyerecken auch ohne sichtbare Begrenzungen fortgeführt werden, wird die Berenzung vorstellbar. - Oder anders gesagt, wenn das Weglassen der Eckpfeiler die Betrachter nicht irrtiert, dann sind diese für das Bild nicht zwingend notwendig.

Ebenso bewusst verzichtete ich darauf die in der Nacht schwarz erscheinenden dunklen Streben anders als tiefschwarz wirken zu lassen. Es führt dazu das die verschiedenfarbigen Lichtquellen betont werden - sie leuchten in die Nacht. Für diese Architektur eines Umbau zum Kinozentrum ist es sicherlich eine der beabsichtigten Wirkung.

Übrigens: Die Aufnahme belichtete ich bei kleiner Blende und mithilfe eines Stativs 1,3 Sekunden. Meine Distanz zum Objekt war im Verhältnis zur Grafik etwas weiter entfernt als dargestellt, aber mit großem Bildwinkel.

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