 |
|
|
Was zuerst auffällt ist der Unterschied in den Farben. Auf den ersten Blick möchte man meinen, das unten die Sättigung angehoben wurde. - Was falsch ist. Doch gerade die Aufnahmen von vielen Hobbyisten leiden darunter, dass die Farben "aufgebohrt" wurden. Dabei jedoch wird nicht nur einfach sattere Farbigkeit erzeugt. Die Abstände der Farben werden zueinander verschoben, was fast immer einen unnatürlichen Eindruck erzeugt. Bei einer "Food"-Aufnahme geht das nicht. Wir wissen von der uns bekannter Nahrung, wie diese aussehen kann und erwarten, dass ein naturnaher Eindruck erhalten bleibt. Bläuliche Bananen werden nicht als naturnah empfungen, sondern, wenn überhaupt, dann nur als beabsichtigte Verfremdung hingenommen. - Das gilt selbst dann, wenn, wie in diesen Bildern, die Farben "herausgeholt" wurden. Das Zueinander aller Farben eines Bild muss stimmig bleiben. (Das gilt für jedes Bild das die Idee von "Natur" aks Aussage braucht.) Eine erhöhte Sättigung kann das Farbgleichgewicht eines Fotos empfindlich stören. Unbekannten Objekten oder abstrakten Motiven können mit erhöhter Sättigung bearbeite werden.
Das zweite, was auffällt: Oben wirken die Objekte wie aus dem Schwarz heraus gestanzt, sobald das Bild vergrößert betrachtet wird. In kleinem Fornat fällt es nicht auf, was ein anschauliches Beispie ist für die Warhnungs von großen und kleinen Bildern ist. Der Effekt des Ausgestanzten kommt daher, dass das der Untergrund im Original nicht gänzlich gleichmäßig durchgefärbte war und natürlich der allgemeine Schärfeeindruck alle Kantewn trifft, auch die in der Abgrenzung vom Untergrund. Wegen eines gleichmäßigen Eindrucks habe ich den Untergrung mit Farbe neu gefüllt. Die Randschärfe ist oben mit "0" eingestellt, wie dies bei allen einfachen Programme zur Bildbearbeitung üblich ist, und auch nicht geändern werden kann. Sehen Sie sich im Bild oben die am Schwarz liegenden Kanten an. Diese sind extrem hart, was zwar "scharf" aussieht, aber auch unnatürlich im Vergleich zunm Gesamteindruck wirkt; weshalb besonders die Fischstäbchden wie ausgestanzt wirken. Unten bleib das helle Licht der Kanten erhalten und die Übergänge wirken weicher und "natürlicher", obwohl ich dabei bis an die "Schmerzgrenze" gegangen bin. Es wurde zum Füllen ein weicherer Rand gewählt., irgendetwas zwischen 1 bis 3, was mir entfallen ist.
Sehen Sie sich beide Bilder noch mal genauer an. Sicherlich bemerken Sie oder haben es bereits, dass diese in den kleinen Ansichten anders wirken, als in den großen. Es ist also ganz wichtig sich bewusst zu sein, zu welchem Zweck ein Bild dienlich sein soll. Ein Druck ist etwas ganz anderes als ein Bild für den Bildschirm. oder das Internet. Ein kleines Bild hat immer eine ganz andere Wirkung als ein großes. was sowohl bei der Auswahl der Bilder für Web oder Ausdruck oder den Druck in einer Zeitschrift berücksichtigt werden muss. - Bei der Aufnahme habe ich dies berücksichtigt und nicht für den Bildschirm produziert, womit dann das Bild oben zur Orientierung dinete, die ich zur Demonstration hier zeige. (Jemand kommentierte mal keinen Unterschied sehen zu können. Geht es Ihnen ebenso dann vergrößern Sie die Bilder und beachten die Kanten zu Schwarz . Wahrscheinlich sollte die Farbwiedergabe ihres Monitors überprüft werden. Siehe auf meiner Titelseite das Testbild obern rechts)
Die Farbigkeit der Fischstäbchen ist auffällig. Oben sind diese "natürlicher", so wie die Farben aus der Kamera kam ud der Wirklichkeit nahe kommen, unten ist einer Bearbeitung die der Idee "Fischstäbchen" entspricht mithilfe von Bild-Kontrast und -Helligkeit. Zusätzlich wurden einzelne Objekte der Gemüses separiert und bearbeitet. Insgesamt wirken die Farben frischer und sind heller und leuchtender, eben "frischer". Dusätzlich ist der gewählte Untergrung nun nicht satt schwarz, sondern durch sehr dunkles Grau ersetzt, was eher im Druck auffällt, denn am Monitor erkennbar ist.
Was ganz deutlich auffällt: Der Auschnitt ist anders gewählt. (Für den Druck habe ich einen größeren Ausschnitt belassen. So bleibt es dem Kunden überlassen zu entscheiden, wie der Anschnitt ausieht und besser in ein bestehende Layout hinein passt. Im Bild unten wurde insgesamt mehr angeschnitten, als oben. (Für den Druck gibt es, außer bei der Kartoffel, oben rechte Kante, rundum mehr vom dunkelgrauen Untergrund zu sehen. Stark beschnitten habe ich beide Bilder, um nicht den Bildaufbau als solchen in den Blick zubringen, also die gestalterischen Merkmale, sondern der Blick direkt in die Mitte des Bildes gelenkt wird.
Dabei erscheint in der Vergößerung des unteren Bildes die Farbe der Fischstäbchen dermaßen "satt", dass man diese als aufdringlich empfinden kann. Das ist ein gewollter Effekt, denn dieses Bild wird durch den ersten Eindruck bestimmt um nicht überblättert zu werden. (Im Druck einer Zeitschrift wird die Farbigkeit nicht dermaßen deutlich,) Für einen Ausdruck auf Fotopapier würde von mir eine andere Farbigkeit gewählt und die sollten Farbkontraste zurück genommen sein. - Dann wäre die obere Version mit dem Ausschnitt und der Schärfe von unten meine Wahl.
Das "bessere" Bild ist also eine Entscheidung entsprechend dem Verwendungszweck und erst dann eine künstlerische, falls es die Wahlmöglichkeit gibt.
Ürigens - Nachmachen können Sie dieses Bild nicht, denn die Beleuchtung, wie auch die nachbearbeitete Perspektive sind weit jenseits der Möglichkeiten, auf die sich ein Hobbyist vernünftigerweise einlassen sollte. Erstmal fehlt die Technik und dann ein Sehen, das schon beim Aufbau festlegten kann wie die endgültige Perspektive aussehen kann, oder haben sie schon gesehen wie die Fischstäbchen aus dem Bild "heraus zu kommen" scheinen? - Dessen unbenommen kann ein Hobbyist durchaus ein Bild schaffen, das meines zitiert.
Bearbeitungsschritte für beide Bilder: In viel Fett gekochtes Gemüse; extrem weich gekochte Kartoffel; hartes Licht von unten; weiches Licht rundum; das Hauptlich von oben. In der RAW-Entwicklung wurde der Ausschnitt bestimmt und die Farbtemperatur der Lichtquellen missachtet. Mittels angehober Kontraste wurd edie Farbigkeit verstärkt. Es wurde mit Hochpass-Filter geschärft und das Bild perpektivisch verzerrt. Im Bild unten wurden einzelne Objekte separiert und farblich verändert. Zum Schluss ist für beide Bildern ein Ausschnitt estgelegt worden und Text eingefügt.
|
|